Die älteste Kenesa in Litauen befindet sich in Trakai, Karaimų-Straße 30. Es wird vermutet, dass die erste Kenesa hier, auf derselben Stelle, am Ende des 14. – Anfang des 15. Jh. gebaut wurde. Sie ist mehrere Male niedergebrannt und wurde wieder aufgebaut. Auf die Initiative von dem obersten Geistlichen Feliks Malecki (1854-1928) hin wurde für das von ihm gesammelte Geld die Grundrenovierung der Kenesa durchgeführt, damals wurde auch der Dachturm gebaut. 1903- 1904 wurde das Gebäude nach den Plänen des Vilniusser Architekten Michail Prosorow (1860-1914) renoviert. In der Zwischenkriegszeit wurde die Kenesa einige Male neu gestrichen, ihre Form hat sich aber nicht mehr geändert, sie entspricht auch heute dem Projekt von Prosorow. Zwar war die Kenesa von Trakai in der Sowjetzeit das einzige offiziell funktionierende Gebetshaus der Karäer in Europa, der Gottesdienst wurde hier aber seit den fünfziger Jahren des 20. Jh. nicht mehr abgehalten. Die letzte Trauung eines karäischen Brautpaars fand in der Kenesa von Trakai 1956 statt. Anlässlich des 600-sten Jahrestages der Niederlassung von Karäern und Tataren in Litauen wurde die Kenesa 1997 zum ersten Mal nach dem zweiten Weltkrieg gründlich restauriert. 2017-2018 kam zu einer weiteren Renovierung der Kenesa.







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